Thomas Middelhoff

Was ist Wahrheit

Pressestimmen 

A115 Der Sturz

"In seinem Buch "A115 – Der Sturz" beschreibt der frühere Bertelsmann-Chef das Unvorstellbare: Den Absturz vom Topmanager zum täglich gedemütigten Häftling. Seine Schilderung der Haftumstände darf nicht ohne Folgen bleiben. ... Blutende Finger, geschwollene Gelenke – bis hin zu einer Herzoperation, das waren die fatalen Folgen dieser Autoimmunkrankheit. Bis heute ist dieser Vorfall ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen geblieben. Dieser ganze Vorgang wird von unglaublicher Anstaltsbürokratie und Ignoranz des Anstaltsarztes und der Gefängnisleitung behindert. ... Wichtiger ist, dass unser abgeschotteter Justizvollzug einmal näher untersucht wird – das wünscht sich der Autor. Schließlich geht es dort vielen Gefangenen so wie dem einstigen Topmanager. Die Insassen schreiben keine Bücher über ihre täglichen Demütigungen, die Bedrohungen durch andere Häftlinge, die Hygienezustände und die unvorstellbare Anstaltsbürokratie, und niemand hat eine Ahnung, wie die Zustände in den Gefängnissen wirklich sind. Ganz besonders muss es um unsere Untersuchungsgefängnisse gehen, in denen viele länger sitzen als erlaubt, gerade bei Wirtschaftsdelikten."   Bilanz, 14.9.2017                                            https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article168649146/Diese-Innenansicht-unseres-Justizvollzugs-macht-sprachlos.html

"Was Middelhoff hier am eigenen Leib erlebt hat und glaubwürdig schildert, ist schlichtweg skandalös. Als Innenansicht des Strafvollzugs liest sich das Buch stellenweise wie eine gute Reportage und weist am deutlichsten über den Rahmen der Selbstrechtfertigung hinaus, indem es allgemeine Missstände offenlegt: Das fängt bei den hygienischen Zuständen an, geht über die weitgehende Isolation der Insassen (am Wochenende, wenn Personal knapp ist, werden Mittag- und Abendessen zusammen ausgegeben) – bis zur absurden Gefängnisbürokratie, die für kleinste Anfragen schriftliche Eingaben verlangt. Ein "Briefwechsel" braucht vier bis fünf Wochen. Die Reform, die Middelhoff anmahnt, umfasst dann auch eine Digitalisierung der Haftanstalten und ein Recht auf Email. Klar, da spricht der Manager, der wie er selbst zugibt, ohne Blackberry aufgeschmissen ist, doch wem ginge es in dieser Situation anders?" Literarische Welt, 9.9.2017


"In der Adventszeit sei er zur Kontrolle seiner Lebenszeichen beinahe fünf Wochen am Schlafen gehindert worden. Auf den Schlafentzug, der ihn an Folter erinnert, führt er seine schwerwiegende Lupus-Erkrankung und gravierende gesundheitliche Komplikationen zurück. Ein Vorwurf, den die Justiz sehr ernst nehmen muss."  Neue Westfälische, 6.9.2017


"Die Fehler, die sie (die Spiegel-Redakteure) Middelhoff dann im Detail nachweisen, sind aber eher Nebenschauplätze: Der ehemalige Arcandor-Chef habe das Ressort Deutschland 1 mit Deutschland 2 verwechselt, bei einem Interview mit Esch sei kein Wein serviert worden, sondern Mineralwasser usw. Auf den Kernvorwurf Middelhoffs, dass er ihnen die Rechtmäßigkeit des Immobilienverkaufs dargelegt habe, gehen die drei preisgekrönten Investigativjournalisten nicht ein."   MEEDIA, 13.9.2017